03.09.26 Mk.9,43 Und wenn dir Anstoß gibt deine Hand…
schlag sie ab! Besser ist es, dass du als Krüppel hineingehst ins Leben als die zwei Hände habend hinzugehen in die Gehena, in das unauslöschbare Feuer.
Ganz schön drastisch dieser Vorschlag. Es schockiert wenn man das hört. Genauso schockiert es wenn man liest, dass im Mittelalter dem Dieb eine Hand abgeschlagen wurde als gerechte Strafe. Was macht dieser Vorschlag heute mit mir? Ich bin erst mal irritiert. Was gibt mir Anstoß was birngt mich ab von meinem Weg? Was ist mir zu wichtig? Woran hänge ich mit meinem Leben. Was will ich auf keine Fall lassen? Was tue ich einfach zu gern. Welche meiner Handlungen sind lebensfeindlich?
Die Gehenna, darüber habe ich gelesen war zu Jesu Zeiten bei Jerusalem der Müllverbrennungsplatz. Das soll sehr gestunken haben und das Feuer dort brannte unaufhörlich und es waren nicht nur brennbare Abfälle da auch Kadaver verwesten dort.
Kurz gesagt, heißt es für mich das Leben zu wählen in dem was ich tue.
Und wenn dein Fuß dir Anstoß gibt hau ihn ab, besser ist das du hineingehst ins Leben als Lahmer als die zwei Füße habend geworfen zu werden in die Gehenna.
Auch hier wieder wohin gehe ich? In welche Richtung tragen mich meine Füße. Vielleicht braucht es eine schmerzhafte Korrektur. Und vielleicht werde ich nur langsam vorankommen, wenn ich das Leben wähle, quasi als Lahmer. Das spricht mich schon an, denn den Kolonnenweg gehe ich wirklich als Lahmende. Zum einen ist er schwer begehbar in manchen Abschnitten und zum anderen macht mir meine Artorse in den Füßen das Vorankommen nicht leichter. Ich sollte zu Hause viel mehr laufen und ncht das Fahrrad nehmen. Das wäre für den nächsten Abschnitt eine gute Vorbereitung
Und wenn dein Auge dir Anstoß gibt, wirf es weg. Besser ist es das du als Einäugiger hineingehst ins Königtum Gottes als zwei Augen habend geworfen zu werden in die Gehenna.
Wo ihr Wurm nicht endet und ihr Feuer nicht gelöscht wird
Hier ist es schon leichter für mich mitzukommen. Welche Sichtweisen habe ich?Wen schaue ich schräg an. Auf was mag ich nicht achten und wen oder was schaue ich gar nicht an. Hier steht auch zum ersten mal, dass ich es wegwerfen soll. Also auf den Müll mit den ganzen schrägen Blicken mit meinem Urteil über Sachverhalte oder Menschen. Wegwerfen heißt dann ja wohl es dem Feuer preis geben also in die Gehenna werfen.
Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
Jeder muss also etwas lassen, um gesalzen und nicht fad zu sein, um ein Profil zu haben er selbst zu sein
Gut ist das Salz, wenn aber das Salz unsalzig wird, womit werdet ihr es aufbereiten? Habt in euch Salz und haltet Fieden untereinander
Für einen echten Frieden muss also jeder er selbst zu sein wagen und den anderen auch ihn selbst sein lassen. Wie weit sind wir im Großen wie im Kleinen davon entfernt.
An diesem Tag bin ich zunächst den sehr steilen Weg nach Lindenwerra heruntergelaufen. Das war sehr anstrengend und die Brensen des Benpackes quietschten bedrohlich. schon in der ersten Kehrtwende der engen Serpentinen musste ich erst mal Kalmotten ausziehen. Kalt war mir da nicht mehr. Um 12 Uhr kam ich in Lindewerra bei der. Gaststätte an in der ich essen wollte. Aber die war zu, obwohl sie laut Öffnungszeiten hätten offen sein müssen.. Zu meiner Rettung kam wieder der Bäckerwagen just als ich da stand und noch nicht einmal angefangen hatte zu überlegen, was ich machen sollte. Er hatte aber nur noch ein Buchweizenbrötchen also habe ich noch Roggenbrötchen gekauft. Bei einem Bauern habe ich um Strom und um Wasser gebeten. Ich saß dann im Pferdestall und habe meine Brötchen gegessen. etwas Wurst hatte ich noch aus Bornhagen. Aber so viel Fleisch esse ich normalerweise nicht und darum schmeckte es auch am zweiten Tag nicht mehr gut. Nachdem mein Handy geladen war, bin ich weiter gelaufen und es begann zu regnen zunächst etwas und dann doch heftig. Nachdem ich mich in einem Vesperhäuschen am Weg umgezogen hatte, hörte der Regen auf…
Der Weg war sehr gut zu laufen. Der Kolonnenweg ist hier komplett restauriert . Die eine Spur der der Betonplatten war noch vorhanden und aus der zweiten Spur war ein schöner, gerade Radweg g. Da konnte man gut laufen.baut worden.
In Wahlhausen angekommen, war es dann schon nachmittags und ich habe mich nach einer Unterkunft umgesehen. Ich traf ein nettes älteres Paar. Sie war Lehrerin gewesen und er Steinmetz. Beide haben im Sperrgebiet gelebt. Sie gaben mir den Tip an einem Haus zu klingeln, vor dem immer Leute stehen würden, und wo die Nachrichten des Ortes wahrscheinlich ausgetauscht würden. Wir haben noch kurz über die aktuelle Politik gesprochen. Sie gehörten zu den Leuten, die noch Nachrichten schauen und sich Sorgen machen über den Rechtsruck hierzulande und auch weltweit. Es gibt Leute, die nicht mehr über Politik reden wollen, und auch die nachrichten nicht mehr anschauen möchten, weil sie dann die Lust am Leben verlieren. Dann gibt es Leute, die sich mit der Gefahr von Rechts gedanklich auseinandersetzen und darüber diskutieren und dann erkennt man sofort die Leute, die sich den rechten Besserwissern verschrieben haben und so einer war an der Tür. ja er gab mir Ratschlöäge, war schon auskunftsbereit, aber doch zu auf eine bestimmte Weise und äußerst unbeeindruckt von m einer Situation.
Nach längerem Suchen wurde klar, dass der Campingplatz nicht zu war so wie am Ortseingang auf einem Hinweisschild geschrieben stand. Bernd fand auch noch heraus, dass es ein Fass in dem man schlafen kann zu mieten gab. In dem habe ich heute Nacht geschlafen und das war sehr erholsam. Am Abend beim Bezahlen habe ich erfahren, dass von Bad Sooden Allendorf in 1,5 km Entfernung stündlich Züge nach Göttingen fahren. Da habe ich den Plan noch einen Tag das grüne Band laufen um dann mit einem Taxi zum nächsten Bahnhof zu kommen um zurück zu fahren aufgegeben und schon am Freitag zurück zu fahren. Offentliche Verkehrsmittel, die die ehemalige Grenze überqueren sind rah bis nicht vorhanden. Man muss einen Ort im Westen finden, der direkt an der ehemaligen Zohnengrenze liegt um mit den Offis nach Gaggenau zu kommen. Die Struckturen sind durch die 40 jährige Trennung fest verankert. Der Individualverkehr läuft ohne Hindernisser grenzüberschreitend.
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