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5.10.2026 Mk.10,1 und von dort aufstehend kommt er in die Gebiete der Judäer..

friedehagen
5. Okt.
5 Min. Lesezeit

Jenseits des Jordan und zusammen kommen wieder Volksmengen zu ihm und wie gewohnt war wieder lehrte er sie“


Jetzt musste ich mich erst mal orientieren und die zuvor rezitierten Verse ins Auge fassen. Wenn ich nicht irre, war er in Karphanaum mit seinen Schülern - also da wo er zuerst zu lehren begonnen hatte. Von dort geht er jenseits des Jordan in die Gebiete der Judäer, also zu den besseren Leute. Auch da kommen wieder viele und er lehrt sie.


10,2 Und hinzukommende Pharisäer befragten ihn ob es erlaubt ist einem Mann seine Frau zu entlassen, versuchend ihn.


Die Pharisäer sind ja im Grunde nicht so weit weg von dem was Jesus lehrt. Es interessiert sie sicher, was er zu kritischen Fragen zu sagen hat und sie ahnen, dass er in dieser Frage anders als allgemein üblich denkt.


10,3 der aber antworten ihnen sagt: was gebot euch Mose?

4.Die aber sprachen: Es erlaubte Mose einen Scheidebrief zu schreiben und entlassen.


Er fragt nach einem Gebot und sie antworten mit einer Erlaubnis. Die Gebote die Moses am Berg Sinai dem Volk von Gott gab, sehen eine Scheidung nicht vor. Sie antworten an der Frage vorbei.


10, 5 Jesus aber sprach zu ihnen: wegen Eurer Hartherzigkeit schrieb er Euch dieses Gebot.


Jetzt spricht auch Jesus von einem Gebot. Aber es ist eines, welches Moses schrieb, nicht eines der Gebote, die Gott selbst dem Volk gab und für die Moses der Überbringer war. Von den Pharisäern wird es als Erlaubnis sich zu scheiden gesehen. Und Jesus macht klar, dass es da ist, weil die Menschen hartherzig sind. Gott hatte anderes vor mit Mann und Frau.


10,6 Von Anfang der Schöpfung aber männlich und weiblich machte er sie.


Auf diesen Vers stützen manche Menschen ihre Homophobie und auch die Frage nach der geschlechtlichen Identität ist hier nicht Thema. Jesus geht auf die Frage zum Scheidungsrecht ein und sagt weiter:


10,7 Deswegen wird zurücklassen ein Mensch seinen Vater und die Mutter und anschließen wird er sich an seine Frau.


Der Mensch wird zurücklassen die Herkunftsfamilie. Das ist eine wichtige Voraussetzung um eine Ehe einzugehen.Ich persönlich empfinde diese Aussage Jesu sehr treffend. Leider ist diese Voraussetung häufig nicht gegeben in Beziehungen. Nur wenn man das Alte zurücklässt kann neues entstehen und fruchtbar sein. Weiter steht da und anschließen wird er sich an seine Frau. Anschließen steht da - nicht sie nehmen. Die Abhängigkeit von der Herkunftsfamilie wird abgelöst durch den Zusammenschluss zweier Menschen. Das heißt der Partner spielt die erste Geige und zusammen werden sie die Beziehungen zu den jeweiligen Herkunftsfamilien leben, aber es wird eben alles anders. Ich war vor ein paar Wochen eine Freundin besuchen. Ihr Sohn ist in einer festen Beziehung und das erste Kind dürfte jetzt gerade geboren sein. Die Freundin sprach sehr anerkennend über die Qualität der Beziehung ihres Sohnes ohne Bedauern des Abstandes der dadurch zu ihr und ihrem Mann entstanden ist.

In meiner 20 jährigen Ehe, war nach Aussage meiner Tochter das Harmonischste die Trennung. Auch ich empfinde das so. Das Zurücklassen der Herkunftsfamilie war nicht geschehen, daher hat die Trennung so gut funktioniert, denn sie war einfach folgerichtig. Das Zusammenleben war konfliktgeladen, weil es einfach nicht dran war, egal wieviele Ehekurse und Paar-Therapien wir gemacht haben.


10,8 Und es werden die zwei zu einem Fleisch. Sehr nicht mehr sind sie Zwei sondern ein Fleisch.


Das wird in einem One Night Stand wohl kaum passieren.

Die Sexualität so zu leben, dass man buchstäblich zusammenwächst - also dem anderen so nah ist wie dem eigenen Körper, das setzt zunächst einmal voraus, dass der eigene Körper vollumfänglich angenommen ist und geachtet - nicht ausgeschlachtet wird. Wer den eigenen Körper achtet, wird auch den Körper des Partners achten.


10,9 Was nun Gott zusammenjochte, soll ein Mensch nicht trennen.


Wer so zusammengekommen ist, wird nicht auf die Idee kommen sich zu trennen, egal was passiert. Nach meinem Ehenichtigkeitsverfahren war mir klar, dass keiner Schuld hat, sondern, dass die notwendigen Voraussetzungen für eine Ehe nicht gegeben waren. Auch mein Ex-Mann beteiligte sich an dem Verfahren und bestätigte alle Punkte der Begründung. Häufig kann man die Voraussetzungen auch im Nachhinein schaffen. Bei uns ist das nicht gelungen.


An diesem Tag bin ich früh losgepilgert und war auch sehr schnell auf dem Kolonnenweg. eine Frau, die ichmit ihrem Kind traf sagte mir noch, dass es viel einfacher sei über die Straße nach Kella zu laufen. Der Kolonnenweg sei sehr steil. Der Weg war zunächst gut begehbar, später ziemlich zugewachsen und Bäume lagen im Weg. Es ging nur sehr langsam voran. Aber nachdem das viele Gestüpp aufhörte kam eine Steigung, die mich total überforderte. An einigen Stellen hat der Kolonnenweg Steigungen von über 50% wenn man bedenkt, das eine Steigung von 100% bedeutet, dass ein Winkel von 45 Grad zur Nulllinie besteht, dann war es wohl auch oft weit mehr als 50%. Leider kann man das im Foto nicht festhalten.


An einer Stelle war auch das Laub noch sehr nass und ich kam einfach nicht hoch. Ich habe versucht den Wagen rückwärts zu ziehen und das ging noch weniger. Ich saß auf dem Po und der Wagen rollte mühsam erklommene Meter herunter und kippte seitlich ins Gebüsch. Dann war ich erst mal ratlos, denn herunter ist so ein Berg ja auch nicht ohne, obwohl der Wagen bremsen hat. Die Lösung war die beiden Wassersäcke und andere schwere Sachen vom Wagen zu nehmen und erst mal den Wagen hochzuziehen und dann das andere zu holen.


Natürlich glaubte ich nicht, dass derartige Steigungen noch vor mir lagen. Das konnte doch nicht sein. Aber da wurde ich eines besseren belehrt. Es ging zunächst weiter bergauf, sodass es anstrengend aber nicht unmöglich war die Steigung zu erklimmen. Dann kam noch mal so ein steiles Stück, aber ohne rutschigen Boden und wieder glaubte ich, dass nun das Schlimmste geschafft sei. Als ich dieses Stück geschafft hatte und auf ein Plateau kam, habe ich schon gedacht: Ach wenn es weiter so geht, werde ich hier einfach zelten, aber es war noch nicht einmal 16 Uhr und so habe ich mich entschlossen auch die nächste Steigung noch in Angriff zu nehmen, die wieder unglaublich steil war. Ich bin an den besonders steilen Stücken auf allen Vieren hochgekrakselt und habe mir vorgenommen meine Gummihandschuhe auf den Wagen festzumachen, damit ich bei solchen Steigungen besseren Griff habe. Oben angekommen an einem Rast- und Ruheplatz wie es heißt, habe ich gedacht so und jetzt baue ich mein Zelt auf. Bereut habe ich nur, dass ich meine kleine Solarpanele nicht mitgenommen habe denn die Sonne hätte mir hier alle Geräte gut aufladen können.

Nachdem ich den ganzen Tag keinen Menschen getroffen hatte kamen aus zwei Richtungen Menschen an dem Platz vorbei. Einer mit einer Trail-Maschine. Sicher sind die Steigungen eine sehr gute Übung für ihn. Eine Frau mit ihrem etwa 9 Monate alten Kind auf dem Rücken kam von einem 1,5 km entfernten Gehöft vorbei. Sie fragte mich, wie ich diesen Wagen hierher hätte ziehen können. Sie konnte nicht glauben, dass ich aus Asbach hierher gekommen war. Ich glaube nicht, dass ich mehr als 3 km gelaufen bin aber ich war total K.O. und habe sehr gut in meinem Zelt geschlafen. Heute Morgen bin ich gegen 7 aufgestanden und jetzt ist es 11:30 und schon sehr warm. Das Zelt dürfte jetzt trocken sein vom Raureif und dann geht es weiter. Aber Bernd hat das Profil kontrolliert: Es kommen keine solchen Steigungen mehr. Also packe ich mal zusammen, damit ich wenigstens gegen 12 Uhr loskomme.



 
 
 

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